Zeit zum Fühlen

In Verbindung mit Selbsterforschung ist Zeit zum Fühlen ein Weg in die Wahrheit und Freiheit hinein. Wenn ich liebevoll konsequent annehme und fühle, was in mir auftaucht, tut sich der weite Raum zum Göttlichen auf. Von „dort“ werde ich gut geführt und kann alle Dinge, die im Alltag anstehen, achtsam vollziehen. Es gibt dann weiter nichts zu tun, als diesen geführten Handlungsmoment konsequent in Ruhe und Ergebenheit an mein wissendes, wahres Selbst auszuführen. Welche Art von Handlung dabei ausgeführt wird, ist gleich*gültig: putzen, ordnen, kochen, sprechen…
Vertrauen in die göttliche Kraft entsteht und wächst auf diese Weise.
Zeit zum Fühlen bedeutet Heilung erfahren durch wertfreies Wahrnehmen und liebevolles Annehmen von allem, was auftaucht.

Dieses Angebot ist für Menschen gedacht, die dem liebevollen Wahrnehmen ihrer Gefühle wieder mehr Zeit schenken wollen. Die Beschwernisse können sich dadurch oftmals schnell auflösen.

Meistens dominiert der Verstand in Begegnungen.
Die Kommunikation mit Gefühlen tritt oft in den Hintergrund. In meinem neuen Angebot, das mir auch persönlich sehr am Herzen liegt, möchte ich unseren Gefühlen Zeit geben, sich zu zeigen und geteilt zu werden. Das kann in der Gruppe geschehen, zu zweit oder auch alleine für sich.
Wichtig dabei ist, dass wir nicht aus einer bewertenden Position heraus kommunizieren – weder für sich noch für die Anderen -, sondern so gut es geht, bewertungsfreies Sprechen und Zuhören praktizieren. Das erleichtert die Kommunikation ungemein und schafft eine achtsame, liebevolle Atmosphäre der Begegnung und Heilung. Der wahrnehmende, gegenwärtige Geist spielt dabei eine wichtige Rolle.

Wir lockern und öffnen uns für diese geistig-seelische Haltung mit vorbereitenden Bewegungen, Meditationen, heilsamem Tönen und Berühren – sowohl intuitiv als auch strukturiert. Wir dürfen den Moment genießen und die Gefühle fühlen, die auftauchen, ohne vergangene oder zukünftige Geschichte. Wir geben ihnen die Zeit zum Fühlen und Ausdrücken. Das klärt und befreit uns von Altlasten und kann uns zu unserem wahren Wesen führen. Es geht nicht um verändern oder wegmachen wollen, sondern um reines Wahrnehmen, was auf natürliche Weise von selbst zu Klärung, Wohlgefühl und Befreiung führt. Das Kämpfen gegen etwas hört auf; statt dessen geht es um wahrnehmen, hingeben und den Raum hinter Gedanken, Gefühlen und Geschichten betreten. Dadurch kann man mit Gefühl und Geist wach im Körper sein und authentisch in Beziehung gehen – zu mir und zur Welt.

Der Kongress e-motion beschreibt, wieso Menschen immer wieder erkranken, obwohl sie gesund leben. Sie gehen regelmäßig zum Yoga und Sport, meditieren und achten auf ihre Ernährung, doch es findet keine wirkliche Veränderung statt. Emotionen haben einen viel größeren Einfluss auf unsere Gesundheit als bis jetzt angenommen: 90 Prozent unserer Krankheiten und Schmerzen entstehen durch emotionale, unaufgearbeitete Altlasten unseres bisherigen Lebens und verhindern wahre Freude und Freiheit.


Das kann sich ändern durch Zeit zum Fühlen.

Ablauf:
Befindlichkeitsrunde
Herzraummeditation
Partnerübung im Wechsel:
   A hat fünf Minuten Zeit darzustellen, wie sie/er sich gerade fühlt
   B hört empathisch zu, ohne zu sprechen.
Partnerübung im Wechsel:
   A ist BegleiterIn und stellt B mehrmals die Frage: „Was fühlst du                              jetzt gerade?“ oder „Was nimmst du wahr?“
   B bekommt genug Zeit zum Nachspüren und äußert nur seine                                  Gefühle.
Erfahrungsaustausch in der Gruppe
Ausklang

Hier kommt ein praktisches Beispiel aus dem Leben, aus meinen Tagebuchaufzeichnungen vom 24.2.2018: Vertrauen und Geduld

Ich sitze mal wieder ´auf heißen Kohlen´, bin ungeduldig, weil ich keine Lösung finde. Ich merke, es geht weniger um das Thema, die Geschichte, als um die emotionale Struktur des Nicht-Warten-Könnens, bis etwas reif ist! Astrologisch gesehen wirkt wohl immer noch die Schattenseite des männlich zielgerichteten ´Schützen´ in mir, der eine Lösung möglichst schnell herbei zwingen will! Dabei stresst diese Ungeduld gepaart mit dem inneren Antreiber „schnell, schnell“ ungemein.

Ich konsultiere meinen Liebsten, der mich wieder an Geduld und Vertrauen erinnert, dass alles Richtige zur rechten Zeit passiert und Lösungen sich/mich von alleine finden 🙂 In der Zwischenzeit des Wartens und Vertrauens kann ich mich ja einer anderen ´Baustelle`oder einem anderen Bereich zuwenden. Das kann sich manchmal sogar gegenseitig befruchten.

Das Vertrauen, dass die universelle Kraft mir zur rechten Zeit eine Lösung schickt, ist schon eine Herausforderung für mich. Mein wollendes Ego, das schnell ein Ergebnis möchte, kommt mir mal wieder in die Quere. Dabei weiß ich doch eigentlich, dass „gut Ding Weile haben will“ und dass es bei der Schwangerschaft und bei Früchten überhaupt um warten und reifen geht. Ich kann nicht am Grashalm ziehen, damit er schneller wächst 🙂 Außerdem könnte der Prozess an sich doch auch interessant sein und liebevoll begleitet werden… Also: weibliche Qualität ist gefragt; sie möchte neben der begeisterten Ergebnisorientiertheit auch leben! Danke für diese Belehrung*

In der nachfolgenden Stille Meditation nehme ich Unruhe in mir und eine energetisch drückende Blockierung im rechten Rückenbereich in der Herzgegend wahr – sie bewegt sich weiter in die rechte Schulter hinein – weiter in die rechte Kopfhälfte hinein – und tritt schließlich als Tränenflüssigkeit aus meinem rechten Auge heraus. Danach fühle ich mich sowohl energetisch als auch emotional viel leichter! Dieses wahrnehmende Spüren braucht Zeit und Geduld – auch wenn das Ego schon wieder zu einer Aktion drängt! 🙂

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