Stille Meditation

Entsprechend der Mystik
des buddhistischen Zen,
der christlichen Kontemplation und
der integralen Spiritualität
nach Willigis Jäger




Die Stille-Meditation dient dem Aufbau von Konzentration, Präsenz und Achtsamkeit und kann zu Klarheit, Liebe und tiefem Frieden führen.

Dieser Versenkungsweg ermutigt dazu, Anhaftungen an vergängliche Gedanken, Bilder, Sinneswahrnehmungen loszulassen und sich in den wahren Wesensgrund einzulassen.

Das geschieht in der Übung  der Bewusstseinssammlung mit dem Fokus auf Atem, Wort, Körper-Sinnesempfingungen (Yang) oder der Übung der Bewusstseinsentleerung - Lauschen in die weite Stille (Yin). 

Dieser mystische Weg berührt nicht nur die innere Erfahrung, sondern kommt als Integration in den Alltag zum Ausdruck.
Das kann sich in höherer Belastbarkeit, vertrauensvoller Gelassenheit, größerer Freiheit und mitfühlendem Engagement zeigen.

Die mittlerweile wissenschaftlich belegten Wirkungen des Meditierens sind offensichtlich:
* Weniger Stress wie ein Forscherteam der Nottingham Trent University bestätigte
* Mehr Konzentration gemäß dem Time Magazine
* Mehr Kreativität und Förderung innovativer Prozesse

Hier noch ein Hörauszug von meiner CD: (einfach auf das Bild klicken)

Meditation im Alltag

Es macht keinen Sinn, die Sitzmeditation als Selbstzweck zu betreiben.  
Sie dient der Unterstützung zur Integration des reinen Gewahrseins in den Alltag. Die Meditation hört also in Wahrheit nie auf und hat somit keinen Anfang und kein Ende.
Auch bei der Meditation im Alltag kann ich die beiden oben genannten Übungen anwenden: den Bewusstseinsfokus durch geistiges Fokussieren und Durchdringen dessen, was auftaucht (beispielsweise Handlungen wie schreiben, essen, einkaufen)  oder/und die Bewusstseinsweite, indem ich die Dinge und Situationen weiträumig in die Stille hineinfallen lasse bzw. hingebe.
Genauso können Alltagsfunktionen wie duschen oder Brot schmieren in Langsamkeit ausgeführt werden. Das kann sogar zu einer Einheitserfahrung führen, das heißt Erfahrender und Erfahrenes verschmelzen zu Einem; da wird z.B. der Schauende und das Angeschaute zum reinen Schauen.
Diese Aufhebung der Dualität nennt man im Indischen advaita, was Nichtzweiheit bedeutet. Das nicht duale Bewusstsein lässt ein transpersonales, also überpersönliches Selbst erfahren, das ohne Trennung bewertungsfrei alles einschließt.

Bei jeder Handlung geht es immer wieder nur um diese Präsenz  im jeweiligen Augenblick. Eckhart Tolle spricht von der Balance zwischen Tun und Sein. Die meditative Gegenwärtigkeit des Seins lässt einen Raum, eine Lücke zwischen den Gedanken entstehen, die immer häufiger als Weite und Stille wahrnehmbar ist; aus dieser Weiträumigkeit heraus entsteht eine erfülltere Art von Tun. Daraus kann fruchtbares, kreatives Handeln entstehen.
Oft wird der klare Himmel als Metapher genannt, der für die formlose Weite des Seins, meines wahren Selbst steht und häufig von Gedanken-Wolken verdeckt ist. Die Räume zwischen den Wolken werden immer größer, wenn ich immer wieder Gegenwärtigkeit im Alltag praktiziere.
Schließlich bin ich der weite Himmel und gleichzeitig die Wolken; vorher war ich nur die Wolken.
Da auch die Sinnesreize im Alltag oft laut und hypnotisch wirken und das Bewusstsein absorbieren, ist es sinnvoll, sich viele kleine Räume durch wache Gegenwärtigkeit zu schaffen, indem ich während der Tätigkeiten zwischendurch inne halte und mir bewusste Pausen des Spürens, Hörens und Schauens gönne. Wenn ich am Computer arbeite, kann ich z.B. aufstehen, mich bewusst dehen und strecken oder aus dem Fenster schauen und eine Blume oder den Himmel betrachten. Dadurch verbinde ich mich wieder mit meiner Essenz und Lebendigkeit ist spürbar. Auch Hören und Sprechen aus dem Raum heraus verbindet mich mit meinem wahren Selbst und lässt mich empathischer mit den Menschen und der Welt sein.

Neben Gedanken und Sinnesempfindungen wollen auch die Gefühle meditativ in den Alltag integriert werden.
Selbsterforschung und Hingabe sind dabei hilfreich auf dem Weg in die Wahrheit und Freiheit hinein. Wenn ich liebevoll konsequent annehme und fühle, was in mir auftaucht - Gedanken, Gefühle, Sinnesmpfindungen, Befindlichkeiten - tut sich der weite Raum zu meiner Quelle, zum Göttlichen auf. Von „dort“ werde ich gut geführt und kann alle Dinge, die im Alltag anstehen, achtsamer vollziehen. Es gibt dann weiter nichts zu tun, als die jeweilige Handlung ohne Bewertung in Ruhe und Ergebenheit an mein wissendes, wahres Selbst auszuführen. Welche Art von Handlung dabei ausgeführt wird, ist gleich*gültig: putzen, ordnen, kochen, sprechen…
Vertrauen in meine innere Führung, die göttliche Kraft entsteht und wächst auf diese Weise.
Zeit zum Wahrnehmen und Fühlen bedeutet Heilung erfahren durch wertfreies Gewahrsein und liebevolles Annehmen von allem, was auftaucht.


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